Ölkunde · 6 Min.
Kaltgepresst oder raffiniert – welches Öl darf in die Pfanne?
Warum manche Öle Hitze vertragen, was beim Raffinieren passiert und welche unserer Öle sich zum Braten eignen.
Hitze und Speiseöl
Nicht jedes gute Öl gehört in die heiße Pfanne
Ob ein Speiseöl zum Braten geeignet ist, hängt nicht allein davon ab, ob es kaltgepresst oder raffiniert wurde. Entscheidend sind auch seine Fettsäurezusammensetzung, die Verarbeitung, die gewünschte Temperatur und die Angaben auf dem jeweiligen Produkt.
Empfindliche Öle schmecken kalt besonders aromatisch. Andere Öle sind von Natur aus stabiler und können auch zum schonenden Braten, Dünsten oder Backen verwendet werden.
Verarbeitung
Was passiert beim Raffinieren?
Bei der Raffination wird ein bereits gewonnenes Öl in mehreren Schritten gereinigt. Dabei werden unter anderem unerwünschte Begleitstoffe, freie Fettsäuren, Geruchs- und Geschmacksstoffe sowie ein Teil der natürlichen Farbstoffe entfernt.
Das Ergebnis ist meist ein geschmacksneutrales und stärker belastbares Öl. Gleichzeitig gehen jedoch das typische Aroma und Teile der empfindlichen natürlichen Begleitstoffe verloren. Raffiniert bedeutet deshalb nicht automatisch besser – es bedeutet vor allem neutraler und stärker verarbeitet.
Gut zu wissen
Muss ein Öl zum Braten raffiniert sein?
Nein. Manche naturbelassenen Öle sind aufgrund ihrer Zusammensetzung ausreichend hitzestabil. Wichtig ist, das Öl nicht bis zum Rauchen zu erhitzen und immer die Temperatur- und Verwendungshinweise des jeweiligen Produktes zu beachten.
Aus unserer Mühle
Welche Öle eignen sich für die Pfanne?
Bio-Kokosöl
Kokosöl besitzt einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren und ist dadurch vergleichsweise hitzestabil. Unser natives Bio-Kokosöl eignet sich zum Braten und Backen und bringt ein feines Kokosaroma in süße und herzhafte Gerichte.
Bio-Kokos-Chili-Öl
Die Basis bildet unser Bio-Kokosöl. Das Öl eignet sich für würzige Pfannengerichte, Gemüse, Tofu oder Fleisch und verleiht den Speisen eine deutliche Chili-Schärfe. Langsam erhitzen und nicht rauchen lassen.
Bio-Senföl
Unser Bio-Senföl kann entsprechend der Produktangabe bis etwa 180 °C verwendet werden. Seine fein-würzige Senfnote passt besonders gut zu Gemüse, Kartoffeln und asiatisch inspirierten Pfannengerichten.
Besser kalt genießen
Diese Öle bitte nicht stark erhitzen
Besonders empfindliche, mehrfach ungesättigte Öle wie Leinöl, Hanföl und Walnussöl gehören nicht in die heiße Pfanne. Ihr charakteristischer Geschmack und ihre wertvollen Inhaltsstoffe kommen in Salaten, Dips, Smoothies, Quark oder über bereits fertigen Speisen am besten zur Geltung.
Unsere einfache Küchenregel
Für die kalte Küche: Leinöl, Hanföl, Walnussöl und andere empfindliche Spezialitäten.
Zum schonenden Braten: Bio-Kokosöl, Bio-Kokos-Chili-Öl und Bio-Senföl entsprechend ihrer Produktangaben.
Beginnt ein Öl zu rauchen, ist es zu heiß geworden. Dann die Pfanne vom Herd nehmen und das Öl nicht weiterverwenden.
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